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Hintergrundinformationen
Ulrich Walter GmbH in Diepholz
Die Ulrich Walter GmbH mit Sitz im niedersächsischen Diepholz ist von Beginn an auf die Verarbeitung und den Handel mit Kaffee, Tee, Kräutern und Gewürzen aus ökologischem Anbau spezialisiert. Seit fast 30 Jahren vermarkten wir unsere Produkte im Naturkostfachhandel unter der Hauptmarke "Lebensbaum".
Wir beziehen für unsere zirka 300 Produkte Rohwaren aus rund 40 Ländern in der ganzen Welt. Dabei stützen wir uns auf ein festes Netz von Lieferanten, mit denen wir ein partnerschaftliches Verhältnis pflegen. Das bedeutet, dass wir nicht nur über Produktqualitäten und ökologischen Anbau reden und die Lieferanten darin unterstützen, sondern auch die sozialen Belange der Menschen im Auge haben.
Authentizität und die damit verbundene Fairness und Offenheit sind zentraler Bestandteil der Firmenphilosophie. Sie ist uns in allen Unternehmensbereichen wichtig – egal ob im Umgang mit unseren Kunden, Lieferanten oder den Mitarbeitern.
Für die besonders gelungene Umsetzung von ökologischen und sozialen Zielen wurde der Ulrich Walter GmbH bereits mehrfach ausgezeichnet.
Unsere Qualitätsarbeit - von der Rohware bis zum Endprodukt
Qualitätssicherung ist eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt, denn Kunden wünschen sichere, gut schmeckende Produkte. Eine wichtige Voraussetzung dafür sind hochwertige Rohwaren. Aus diesem Grund arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten zusammen, um schon im Ursprungsland für einen sachgerechten Anbau und eine gekonnte erste Verarbeitung zu sorgen. In unserem Hause findet dann eine sorgfältige Weiterverarbeitung statt. Dazu gehört auch eine versierte Produktentwicklung, die verbraucherorientiert neue, fein abgestimmte Rezepturen von Tee- und Gewürzmischungen komponiert. Bei allen Produkten wird bewußt auf den Zusatz von Aromen und anderen Zusatzstoffen verzichtet.
Um den Kunden neben geschmacklich ausgereiften Produkten auch noch ein Höchstmaß an Sicherheit bieten zu können, finden entlang der Verarbeitungskette - von der Rohware bis zum Endprodukt - immer wieder umfangreiche Kontrollen durch interne und externe Labore statt. Außerdem haben wir unsere Produktionsabläufe durch verschiedene Institute zertifizieren lassen. 2005 wurde die Ulrich Walter GmbH / Lebensbaum erstmals zusätzlich IFS-geprüft. Durch die Kontrollen ist gewährleistet, dass auch externe Experten unsere Herstellungsschritte begutachten und ihr Know-How zur Verbesserung einbringen.
Bei der Ulrich Walter GmbH sind das Qualitäts- und das Umweltmanagement zu einem integrierten Managementsystem zusammengefasst, um einen ganzheitlichen Ansatz zu realisieren und Synergien nutzen zu können. So setzt das Unternehmen umfangreiche Maßnahmen in Sachen Ressourcen- und Klimaschutz um. Seit Anfang 2006 bezieht die Ulrich Walter GmbH ihren gesamten Strom aus regenerativen Quellen und trägt so zur Senkung des Kohlendioxidausstoßes bei.
Da uns die Qualitätssicherung besonders wichtig ist, unterstützen wir universitäre Forschungsprojekte, die u.a. ganzheitliche Methoden zur Feststellung von Produktqualität entwickeln und untersuchen. Im Jahr 2006 wurde zudem eine Professur "Ernährungsökologie" an der FH Münster eingerichtet, die wir zusammen mit einigen anderen Unternehmen und Organisationen vor allem aus der Naturkostbranche gestiftet haben.
Seit März 2008 verfügt die Ulrich Walter GmbH mit der Tochterunternehmen BioLogX zudem über einen hochmodernen Logistik-Bereich, die für die reibungslose Abwicklung der Kundenaufträge sorgt.
Das Bio-Siegel als Bestandteil der Kundenansprache
Seit 2002 kommt das Bio-Siegel bei der Ulrich Walter GmbH / Lebensbaum zum Einsatz. Wir verwenden es, weil es den Verbrauchern eine leichtere Orientierung ermöglicht. Außerdem sehen wir das Bio-Siegel neben der eigentlichen Markenkommunikation als eine Informationsbasis für die Kundenansprache.
Für die Zukunft wünschen wir uns, dass die Verbraucher durch die Fülle an Informationen, die die Ulrich Walter GmbH / Lebensbaum bietet, mehr und mehr Verständnis und Akzeptanz für die Werte und Qualität von Bio-Produkten entwickeln. Für uns ist es ein vordringliches Anliegen, das nachhaltige Handeln auf allen Ebenen - vom ökologischen Erzeuger bis zum Endverbraucher - zu stärken.
Interview der bio-siegel.de-Redaktion mit Ulrich Walter
bio-siegel.de: Was hat Sie dazu bewogen, das Bio-Siegel zu verwenden?
Ulrich Walter: Als das Bio-Siegel im Jahr 2001 eingeführt wurde, gab es bis dahin keine übergeordnete Kennzeichnung für Bio-Lebensmittel. Mit dem Siegel wurde eine Klammer geschaffen für alle Bio-Lebensmittel – egal welcher Herkunft, welcher Art und egal durch welchen Anbauverband das Produkt eventuell noch zertifiziert wurde. Das Bio-Siegel sorgt unserer Meinung nach für die notwendige und grundlegende Unterscheidung zwischen kontrolliert biologisch und konventionell produzierten Lebensmitteln. Dadurch ist für alle Verbraucher eine grundsätzliche Orientierung im Lebensmittelmarkt möglich. Konsumenten, die darüber hinaus Informationen wünschen, können dies dann zum Beispiel anhand weiterer Siegel der Anbauverbände tun.
bio-siegel.de: Was versprechen Sie sich für die Zukunft davon?
Ulrich Walter:Der Bio-Markt wächst weiter. Viele Konsumenten, die sich bisher nicht mit "Bio" auseinandergesetzt haben, fangen an, sich für diese Produkte zu interessieren. Vor allem für sie ist die Orientierung durch das Bio-Siegel wichtig. Es gibt ihnen die notwendige Sicherheit, Bio-Produkte von herkömmlichen Produkten zu unterscheiden.
Obwohl der Markt wächst, ist das Wissen rund um den Bio-Anbau von Lebensmitteln nach wie vor gering. Aus diesem Grund wird das Bio-Siegel auch mittelfristig eine wichtige Rolle als Informations- und Orientierungslabel haben.
Die Richtlinien sollten sich allerdings nicht weiter europäischen Standards unterordnen und sich weiter von den strengeren Verbands-Richtlinien entfernen.
bio-siegel.de: Hat die Nutzung des Siegels Auswirkungen auf Ihr Unternehmen/Ihre Produkte?
Ulrich Walter: Das Siegel hat keine Auswirkungen auf das Unternehmen – wohl aber auf die Produkte. Sie reihen sich anhand des Siegels in die große Gruppe der Lebensmittel ein, die auf diese Weise als „Bio“ gekennzeichnet sind.
bio-siegel.de: Welche Veränderungen in Politik und Gesellschaft würden Sie sich wünschen?
Ulrich Walter: Die massiven Schadstoffbelastungen haben zu Umweltproblemen in allen Bereichen geführt. Aus diesem Grund wäre es sehr wünschenswert, dass die Gesellschaft noch schneller ein Bewusstsein für diese prekäre Lage einwickelt. Als Folge daraus muss der feste Wunsch entstehen, anders zu handeln. Die Politik muss hier einerseits diese Bewusstseinsentwicklung unterstützen und gleichzeitig über Strukturen die Wege für ein verändertes Handeln ebnen.
Die Einführung des Bio-Siegels hat seiner Zeit sicher die Entwicklung des Bio-Lebensmittelmarktes unterstützt. Die gestiegene Nachfrage im Inland konnte in den letzten Jahren aber zum Teil nicht mehr durch inländische Produktion gedeckt werden. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Politik in bestimmten Bereichen – zum Beispiel bei der Unterstützung der Bauern bei der Umstellung auf biologische Landwirtschaft – in den letzten Jahren nicht nachgezogen ist. Hier sollte die Politik wieder die Bio-Landwirtschaft stärken. Nur ein klares Bekenntnis zum Bio-Anbau wird dazu führen, dass die notwendigen Veränderungen auch in einem Tempo geschehen werden, wie es notwendig ist.
Kontakt
Ulrich Walter GmbH
Alexandra Buley-Kandzi
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Postfach 1269
49342 Diepholz
Tel.: 05441/9856-180
Fax: 05441/9856-101
Mail:
abk@lebensbaum.de
Homepge:
www.lebensbaum.de
Stand: August 2008




