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Autor: bio-siegel.de
Stand: 07.09.2010

Der ökologische Landbau hat sich aus unterschiedlichen Weltanschauungen und agrarpolitischen Motivationen entwickelt. Gemeinsames Anliegen aller ist es, gesunde, unbelastete und schmackhafte Lebensmittel zu erzeugen, zu produzieren und dabei die natürlichen Ökosysteme zu schonen.
Im Erzeuger Bereich auf Oekolandbau.de finden Sie
weitere Informationen zur Geschichte des ökologischen Landbaus.
Der Hauptgedanke der ökologischen Landwirtschaft ist ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Der landwirtschaftliche Betrieb wird dabei vor allem als Organismus mit den Bestandteilen Mensch, Tier, Pflanze und Boden gesehen. Die ökologischen Landbaumethoden streben an:
Folgende Maßnahmen stehen dabei im Vordergrund:
Ökologischer Landbau ist besonders auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Er erhält und schont die natürlichen Ressourcen in besonderem Maße und hat vielfältige positive Auswirkungen auf die Umwelt.
Mehr Informationen zu den Umweltleistungen des Öko-Landbaus finden Sie im
Erzeuger Bereich auf Oekolandbau.de: Umweltleistungen des ökologischen Landbaus

Alle Betriebe, die Bio- bzw. Öko-Produkte herstellen, müssen sich wie die Erzeugerbetriebe auch der jährlichen Kontrolle einer Kontrollstelle unterziehen. Es werden die Rezepturen, die Menge an eingekauften Rohstoffen sowie der Herstellungsprozess bis zum fertigen verpackten Produkt kontrolliert. Wenn Verarbeiter sowohl konventionelle als auch ökologische Lebensmittel produzieren, müssen sie die Produktion räumlich oder zeitlich trennen, damit es zu keiner Vermischung kommt.
Bio-Lebensmittel müssen im Gegensatz zu konventioneller Ware mit einem Zehntel der zugelassenen Zusatzstoffe auskommen. In einer Positiv-Liste der gültigen EG-Öko-Verordnung sind pflanzliche Verdickungsmittel, Backtriebmittel oder Emulgatoren aufgeführt, ohne die sich bestimmte Produkte einfach nicht herstellen lassen.
Verboten sind sämtliche Süßstoffe und Stabilisatoren sowie synthetische Farbstoffe, Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker.
Die Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitaminen und Mineralstoffen ist für Bio-Lebensmittel nur dort zulässig, wo sie gesetzlich gefordert wird, z.B. muss Babybrei mit Vitamin B1 angereichert werden.
Um die verbotenen Zusatzstoffe auszugleichen, müssen die Hersteller von Bio-Lebensmitteln besonders hohe Anforderungen an die Qualität ihrer Rohstoffe stellen, etwa was Farbe und Geschmack angeht. Gleichzeitig müssen sie Rezepturen neu entwickeln, die ohne solche Zusatzstoffe funktionieren. Hilfreich dabei sind Lebensmittel mit besonderen Eigenschaften wie stark färbender Rote-Bete-Saft oder Vitamin-C-reiche Acerola-Kirschen.
Ebenfalls verboten ist die Bestrahlung von Lebensmitteln in der ökologischen Lebensmittelherstellung. Durch radioaktive Bestrahlung können Krankheitserreger und andere Mikroorganismen abgetötet werden. Dies ist eine weit verbreitete Methode, um die Haltbarkeit von Gewürzen und Kräutern zu verlängern.
Umfangreiche Informationen zum Einsatz von Zusatzstoffen in der ökologischen Lebensmittelverarbeitung finden Sie im
Verarbeiter Bereich auf Oekolandbau.de.
Auf Bio-Produkten können neben dem Bio-Siegel auch die Warenzeichen der Öko-Anbauverbände aufgedruckt sein. Dadurch verpflichten sich die Hersteller zur Einhaltung der selbst erstellter Qualitätsrichtlinien (Verbandsrichtlinien), die in einigen Punkten über den Standard der gültigen Eu-Öko-Verordnung hinausgehen.
Eine Übersicht der Verbände und ihrer Warenzeichen finden Sie im
Verbraucher Bereich auf Ökolandbau.de